Verfasst von: Salke | 22. Juli 2009

Kurzer Status und so

Hurra wir leben alle noch, sind vermutlich alle zertifizierte Taucher und haben derzeit noch Spassin Brisbane (ich) oder den Whitsundays (tim+david)

Lustiges Wiedertreffen in Sydney in den naechsten Tagen und dann gehts ja auchschon Richtung heime…

Man sieht sich

Verfasst von: David | 27. Juni 2009

Mt. Keira bei Nacht

Es ist ja nicht so, dass wir hier immer weit reisen müssen, um atemberaubende Landschaften zu sehen. Auch unser Hausberg, Mt. Keira, hat so einiges zu bieten. Wenn man sich das erste Mal nachts auf den etwa 1 1/4 Stunden dauernden Aufstieg begibt, ist das schon ziemlich unheimlich, was im Regenwald so an Geräuschen abgeht. Aber: So haben wir auch mal 5 Minuten von unserem Haus Wallabies gesehen!

Das eigentliche Ziel war aber der Sonnenaufgang auf dem Gipfel.

Sunrise Mt. Keira

Sunrise Mt. Keira (klick für größere Version)

[Besseres Bild kommt, wenn ich in Deutschland mal wieder genug Rechenpower zur Bildbearbeitung hab!]

Verfasst von: Salke | 26. Juni 2009

Scheiße… Vorbei!

Früher als erwartet zieht es Tim und mich nun schon Richtung Sydney und Darwin. Die Sachen wurden soeben gepackt, das Zimmer gereinigt und ein riesiger Haufen Müll entsorgt. Jetzt wo ich hier sitze, wird mir klar, dass es dem Ende zu geht. Zwar liegt noch ein ganzer Monat Spaß und Action vor uns, aber die Zeit in Wollongong ist vorbei.

Wir sind uns einig, dass wir unser 2erWG-Zimmer (aka Dreckbude) unglaublich vermissen werden, und auch die alltäglichen Situationen, wie Spontangesänge, Zuprosten mit 2l Sherryflaschen oder Anstoßen am vorhanden Mobilar, Anhäufen von Keks- und Chipstüten, etc.

Irgendwann werden wir zurückkehren und uns an eine geile Zeit erinnern.

Verfasst von: Tim | 26. Juni 2009

Klausur!

Juhu, endlich keine Klausuren mehr! Aber um mal einen kleinen Eindruck zu vermitteln, in welchem Rahmen hier Klausuren geschrieben werden, gebe ich hier mal das folgende Bild zum besten:

Klausur!

Klausur!


Die größere Version des Bildes gibts hier (ist und bleibt aber leider trotzdem nur ein Handyfoto). Zum Zeitpunkt der Aufnahme (vorletzter Tag der Klausurenzeit) wars leider schon nicht mehr ganz so voll, aber unsere erste Klausur haben wir hier durchaus mit 1200-1300 Leuten gleichzeitig geschrieben! Natürlich nicht alle vom selben Kurs, aber hey, 12xx Leute! In einem Raum! Und mit Raum meine ich Sporthalle :-) Jaja… war mal was anderes…

Verfasst von: David | 08. Juni 2009

Zwei, Zwei

Ich bitte das verspätete Erscheinen dieses Beitrags zu entschuldigen, gewisse Uni-, Hockey-, Feier- und Aus-dem-Flugzeug-Spring-Verpflichtungen und unser wieder mal gedrosseltes Internet haben es nicht erlaubt, früher zu schreiben.

Stehen geblieben waren wir ja beim Sonnenaufgang an Tag 3. Und als ich geschrieben habe, dass die Sonne beim Aufwachen vor mir aufgeht, war das durchaus so gemeint!

Sonnenaufgang vom Zelt aus

Sonnenaufgang vom Zelt aus

Man kann das, was man nachts am Himmel alles sieht natürlich nicht ablichten, jedenfalls nicht mit unseren Kameras. Aber einen kleinen Eindruck von der Nacht zuvor hat Tim doch eingefangen:

Sternenhimmel

Nachts anner Tanke mal anders :)

Wieder zurück zum Morgen danach: Nachdem ich geduscht und dabei das “Shower $2.50″-Schild “übersehen” habe, machen wir uns auf den Weg Richtung Nationalpark. Es geht natürlich wieder immer geradeaus (es kommt übrigens vor, dass wie in Western-Filmen ein “toter Busch” – keine Ahnung wie man das Zeug nennt – über die Straße weht), diesmal wird aber zwei Mal angehalten: Einmal um eine Probe roten Outback-Sandes einzusammeln und einmal, um folgendes Schild abzulichten:

Kein Alk, keine Pornos

Kein Alk, keine Pornos

Der Besitz von Alkohol und Pornographie ist nämlich auf Aboriginie-Territorium verboten (das Verbot wurde wegen Kindesmissbrauch eingeführt) und wer z.B. mit 5 Pornos erwischt wird, darf richtig blechen oder sogar für einige Jahre (!) hinter Gitter wandern.

Nachdem wir dann brav die 25$ pro Person Eintritt bezahlt haben, nähern wir uns dem Ayers Rock. Der sieht aus der Ferne noch relativ klein aus, wird aber mit jedem Kilometer, den man näher kommt, größer. Wenn man dann unten vor dem Fels steht, bekommt man vor dem Aufstieg schon ganz schön Respekt. Für uns als erfahrene Bushwalker/Hiker/Hochgebirgskletterer/Astronauten natürlich kein Problem.

Beim Aufstieg gehts auch schonmal etwas steiler zur Sache

Beim Aufstieg geht's auch schonmal etwas steiler zur Sache

Oben angekommen, kann man endlos in die Ferne schauen. Die Felsformation (Kata Tjuta) im Hintergrund des nächsten Bildes ist z.B. ungefähr 50km entfernt. Außer uns sind nur drei weitere Personen in Sichtweite. Und natürlich sind es Deutsche, und zwar die Sorte, die sich lustig vorkommen, es aber nicht sind (zumindest der Typ in dem roten T-Shirt!!). Naja, kurze Zeit später hauen sie ab, wir machen Fotos und begeben uns aufgrund des vollen Tagesprogramms dann auch recht schnell wieder auf den Abstieg.

Tim auf dem Ayers Rock, im Hintergrund die Olgas

Tim auf dem Ayers Rock, im Hintergrund die Olgas

Nächster Stop sind die Kata Tjuta, auch Olgas gennant. Hier hat man die Wahl zwischen dem dreistündigen Valley of the Winds Walk durch die Olgas und einem kürzeren Pfad, der in eine Schlucht führt. Wir machen natürlich beides und starten mit dem längeren. Auch die Olgas sind wirklich beeindruckend, die Landschaft erinnert mich irgendwie an Urzeit-Filme. Das einzige was fehlt, sind Flugsaurier, die unten im Tal über die Bäume fliegen.

Valley of the Winds

Valley of the Winds

Huuuuuuge

Huuuuuuge

An den Stellen, an denen der Wind weht, macht der Walk auch richtig Laune, alleine schon weil die Landschaft so beeindruckend ist. Da, wo er nicht weht, bekommt man relativ schnell relativ viel Besuch in der Nase, den Ohren, den Augen und überall sonst am Körper. Um das mal zu veranschaulichen:

Und die sind nichtmal nervig...

Ca. 90 kleine Plagegeister

Das nervt ganz schön, wir ziehen aber eiskalt die No-Fliegennetz-Tour durch, obwohl Tim eins (von Katja geschenkt bekommen) hat.

Im Valley of the Winds, ein paar Olgas in der Ferne

Im Valley of the Winds, ein paar Olgas in der Ferne

Irgendwann kommen wir dann wieder am Ausgangspunkt an und machen uns auf den Weg zum zweiten Walk. Der ist aber weder sensationell noch spektakulär, lange halten wir uns nicht dort auf. Es ist auch schon relativ spät und wir wollen ja schließlich noch den Sonnenuntergang am Uluru mitnehmen. Man kann sich vorstellen, dass wir da nicht alleine sind.

Der Uluru im Licht der untergehenden Sonne

Der Uluru im Licht der untergehenden Sonne

Es ist auf jeden Fall faszinierend zu sehen, wie der Stein sich für ein paar Minuten leuchtend rot färbt. Sobald die Sonne untergegangen ist, macht sich dann so ziemlich jeder auf den Weg Richtung Ayers Rock Resort. Das führt dazu, dass man in einer Riesenkolonne fährt, Massentourismus olé. Nachdem wir vollgetankt, unser Zelt “platziert” und gegessen haben, wird das Resort nochmal erkundet und ein völlig überteuertes Wüstenbier an der Poolbar getrunken.

Es geht wieder früh ins Bett, am nächsten Tag steht nochmal Sonnenaufgang am Ayers Rock auf dem Programm. Aber was ist das? Wolken? Der Himmel ist – ein kleines Stück direkt am Horizont ausgenommen – komplett bedeckt, keine guten Voraussetzungen also. Aber dafür bekommen wir wohl etwas nicht ganz alltägliches geboten: Sonnenaufgang am Uluru mit Regenbogen! Die Sonne bricht kurz durch und taucht den Stein für ca. 5 Sekunden wieder in schönes Licht.

Sonnenaufgang am Ayers Rock mit Regenbogen (anklicken für große Version)

Sonnenaufgang am Ayers Rock mit Regenbogen (anklicken für große Version)

Weil unser Flug eh erst mittags geht, beschließen wir, nochmal den Rundweg um den Rock anzugehen. Überall am Weg liegen heilige Stätten der Aboriginies, die man weder betreten noch fotografieren darf. Auf halber Strecke fängt es dann auf einmal richtig an zu schütten. Wir haben also den einen Regentag, den es pro Monat im Outback gibt, erwischt. Nicht jeder hat mal gesehen, wie vom Ayers Rock Wasser strömt – in dutzenden kleinen Wasserfällen. Das ist sogar noch beeindruckender als der Sonnenuntergang.

Rain, rain, ...

Wasserfall am Uluru

Auf der Rückfahrt aus dem Nationalpark wird der Rock wieder immer kleiner, die Wasserfälle sieht man aber noch aus kilometerweiter Entfernung. Aber: Speicherkarte voll, deshalb gibts davon kein Bild. Nachdem wir in Sydney gelandet sind, fahren wir ein letztes Mal mit Gepäck vom Flughafen nach Wollongong – das ist immerhin etwas, was ich in Deutschland garantiert nicht vermissen werde.

Verfasst von: David | 04. Juni 2009

State of Origin

Nur ein kurzer Beitrag: Gestern Abend ist die State of Origin Serie in Melbourne gestartet. State of Origin ist DAS Sportevent der Aussies schlechthin, zumindest an der Ostküste. Zitat eines Freundes: “Last tuesday was the best day of my entire life. I won two tickets for State of Origin game two. I’m gonna rent a limo, get a lot of beer and go up to Sydney” Zitat Ende.

Das Prinzip ist schnell erklärt: New South Wales spielt in einer Art All-Star-Game Rugby League im Modus Best of Three gegen Queensland. Aussie Blues (NSW) vs Maroons (QLD). Rugby League ist an der Popularität gemessen die Fußball-Bundesliga der Ostküste. Der größte australische Fernsehsender widmet zwei ganze Primetime-Abende nur zur Analyse des ersten Spiels. Man kann die Rivalität zwischen den beiden Teams etwa mit der zwischen Dortmund und Schalke vergleichen. Zitat: “There’ll be a LOT of hate!” Zitat Ende. Die Spieler dürfen nur für das Team spielen, in dessen Staatsgebiet sie aufgewachsen sind bzw. ihr erstes Profispiel hatten. Es gibt Fälle, in denen Spieler die australische Staatsbürgerschaft angenommen haben, nur um in diesem Spiel spielen zu dürfen (und damit eine Nationalmannschaftskarriere für ihr Heimatland aufgegeben haben).

Natürlich wird das Spiel nicht zuhause geschaut, sondern auf einer Leinwand. Dumm nur, dass NSW das erste Spiel 18:24 verloren hat (man munkelt wegen einer Fehlentscheidung direkt zu Beginn des Spiels, die NSW einen regulären Try (=6 Punkte) gekostet hat) und jetzt die beiden folgenden Spiele gewinnen muss, um QLD daran zu hindern, zum vierten Mal in Folge die Serie für sich zu entscheiden. Das ist bisher keinem der beiden Teams gelungen und wäre eine Schande für die Blues-Fans.

In diesem Sinne, GO THE BLUES!

P.S.: Der zweite Teil des Outbackberichts ist auch fertig, ich muss nur noch die Bilder entwickeln. Das könnte angesichts eher begrenzter Rechenpower aber noch etwas dauern.

Verfasst von: David | 27. Mai 2009

Zwei, Eins

Wilkommen zur Berichterstattung der ZWEITEN Reise von Bandmitgliedern ins Outback, Teil EINS (damit auch der letzte Depp den Titel versteht – ist zugegebenermaßen nicht besonders kreativ). Nachdem von der undankbaren Leserschaft immer wieder kürzere Beiträge gefordert wurden, werd ich das jetzt mal versuchen.

Also, nachdem Salke und Katja ja schon im Outback waren und von Alice Springs begeistert* berichten konnten, haben Tim und ich uns dazu entschlossen, direkt zum Ayers Rock Flughafen zu fliegen. Ja, sowas gibts da. Sonst zwar nix, aber nen reinen Touri-Flughafen gibts. Dank meines supertollen Schlafrhythmusses bin ich am Morgen des ersten Tags voll ausgeschlafen** und hochmotiviert um 4.45 Uhr am Start. Ich mag diese frühen Flüge ab Sydney ja total.*** Nach drei Stunden Flug landet unser Flieger sicher auf Landebahn 1. Gibt nämlich nur eine. Und die ist auch Startbahn. Dann wird das Auto abgeholt. Nachdem wir bisher nur Autos mit hohem 6-stelligen Kilometerstand fahren durften, hat der Getz diesmal erst 5000km auf dem Buckel und fährt sich auch dementsprechend. Während wir unsere Sachen einladen sehen wir immer wieder volle Touri-Busse vor- und wieder abfahren. Es gibt sogar reine Asiatenbusse.

Erstes Ziel: Der Kings Canyon. Entfernung: 300 Kilometer. Nach äußerst spannendem Streckenverlauf**** kommen wir problemlos am Campingplatz an. Dort haben scheinbar ein paar Idioten***** zwar ihr Zelt mit, aber die Zeltstangen vergessen. Wie dumm kann man sein? Nachdem wir unser Zelt aufgebaut****** haben, schauen wir uns noch den Sonnenuntergang an, der den Canyon in der Ferne (der Campingplatz ist etwa 10km entfernt) in rotes Licht taucht. Sieht irgendwie beeindruckend aus.

Kings Canyon im Sonnenuntergang

Kings Canyon im Sonnenuntergang

Nach der üblichen Konserven- bzw. Tütennahrung zum Dinner latschen wir noch ziellos durch die Gegend und genießen den Sternenhimmel: Man kann die Milchstraße inklusive meherer “Nebennebel” sehen, wie sie sich komplett über den Himmel erstreckt – von Ost nach West, oder von Nord nach Süd, keine Ahnung! Genauso faszinierend ist die absolute Stille. Wenn man stehenbleibt, hört man nichts. Absolute Stille. Jedenfalls in einiger Entfernung vom Campingplatz und dessen Schlagerbar.

Dann geht’s ins Zelt*******, denn am nächsten Tag ist Aufstehen vor Sonnenaufgang angesagt. Kurz nach diesem (natürlich ausführlich beobachtet) stehen wir dann auch schon im Kings Canyon auf der Matte. Das Programm sagt Rim Walk, 3-4 Stunden am oberen Rand des Canyons entlang. Da wir inzwischen ja ziemlich erfahrene Buschwalker und Bergsteiger sind, ist das natürlich absolut kein Problem. Der Canyon an sich ist ziemlich beeindruckend, vor allem im späteren Verlauf der Strecke.

Tim im Canyon

Tim im Canyon

Wir finden natürlich wieder jede Menge Möglichkeiten, etwas abseits der Strecke auf Felsen zu klettern. Der “Weg” ist übrigens wieder eher keiner, nur kleine Metall-Pfeile auf den Steinen zeigen eine grobe Richtung an. Naja, nach etwas mehr als drei Stunden und einem Besuch am Wasserloch “Garden of Eden” unten im Canyon kommen wir wieder am Carpark an. Also haben wir noch genug Zeit für den zweiten Walk, der diesmal unten durch den Canyon führt. Perspektivwechsel quasi. Der führt am natürlich ausgetrockneten Kings Creek entlang zu einer Aussichtsplattform, von der aus man einen wunderbaren Ausblick hat.

Der Canyon von unten

Der Canyon von unten

Wieder zurück am Auto, ist dann wieder die Rückfahrt Richtung Ayers Rock angesagt (siehe ****, links=rechts). Wir campen diese Nacht auf einem kostenlosen (!) Campingplatz etwa 100Km vom Ayers Rock entfernt. Campingplatz ist aber etwas übertrieben: Parkplatz mit Klos und Duschen triffts eher. Und sonst ist da außer der zugehörigen “Rezeption” und nem Kiosk im Umkreis von 100Km auch kein weiteres Gebäude.

Im nichts

Im nichts

Auf dem Platz treibt sich auch ein völlig schmerzfreies Emu rum, das auf der Suche nach Futter auch gerne mal im Kofferraum von Autos rumpickt. Da der Campingplatz natürlich über keine Kochstation verfügt, kommt zum ersten Mal der geniale Taschenkocher zum Einsatz. Zum Abschluss des zweiten Abends im Nichts gibts wieder den Abendspaziergang. Diesmal allerdings nicht in totaler Stille: Ein wildgewordenes Emu (oder eine BSE-Kuh, man weiß es nicht) trampelt wild durch den Busch direkt neben der Straße und gibt mir so ein bisschen LOST-Feeling. Weil wir auch wieder früh aufstehen wollen, ist früh schlafen angesagt. Inzwischen dran gewöhnt, ist das aber kein Problem mehr. Als ich am nächsten Morgen aufwache, geht die Sonne gerade vor mir auf…

Dazu und zu Uluru und Kata Tjuta mehr in Zwei, Zwei.

*entgeistert
**eine Stunde Schlaf
***Gott sei Dank war das der letzte!
****150km Geradeaus, links, 150km geradeaus
*****Wir
******Autositze umklappen, Schlafsack drauf
*******Wir haben uns darauf geeinigt, das Auto so nach Sonnenuntergang zu nennen

Verfasst von: Salke | 11. Mai 2009

Nachwort von Katja

Im Auftrag von Frau S. folgende Zeilen:

Da ich teilweise ziemlich beeindruckt war, möchte ich noch einmal meinen ganz persönlichen Senf dazu geben. Es gab so einiges, was für mich neu war. Ich habe schon nicht schlecht geguckt, als ich eine Mutter sah, die ihr Kind an einer Leine führte. Das ist in Australien wohl gar nicht so unüblich. Die Kids tragen einen nach Kuscheltier aussehenden Rucksack und aus ihm kommt eine Leine, die in der Länge variabel ist. Ich bin unbedingt dafür, dass wir so was in Deutschland auch etablieren!
Nicht so toll fand ich die Duschen. Die sind alle irgendwie ziemlich niedrig. Okay, ich hab ohne Probleme drunter gepasst, aber ich bin es doch gewöhnt, dass der Duschkopf ein paar Zentimeter höher hängt. In Alice Springs waren dann plötzlich auch die Toiletten ziemlich niedrig. Da hatte man die Knie neben den Ohren, wenn man sich hingesetzt hat. Mein persönliches Toilettenhighlight war eine öffentliche Toilette, wo sich das Klopapier anfühlte wie Butterbrotpapier.
Kommen wir zur Ernährung. Ich habe es nicht probiert, ich hab es mich einfach nicht getraut. Aber am Bondi Beach haben wir Läden entdeckt in denen es tatsächlich frittierte Mars Riegel und sogar frittiertes Eis gibt. Ich frag mich immer noch, wie das geht. Okay, Mars kann ich mir noch einigermaßen vorstellen, wenn man es kurz reinschmeißt und wieder rausholt. Aber Eis??? Vielleicht kommt einer der Jungs ja noch einmal zum Bondi Beach und probiert den Kram dann.
Ich fand es allerdings super, dass es an jeder Ecke Smoothies und Juice Bars gibt. Da gibt’s auch häufig Obstsalat zu kaufen. Ich bin überzeugt, wenn so was in Deutschland angeboten werden würde, würden wir weniger Burger essen.
Apropos Burger, ich war schon etwas erstaunt, als ich einen Werbespot für McDonald’s sah und die dann plötzlich Mäcces dazu sagten. So ganz offiziell, in der Werbung.
Werbung ist in Australien übrigens ziemlich nervig. Eine Simpsonsfolge reicht für 5 Werbeunterbrechungen.
Am Ende meines Besuches war ich auch noch in Wollongong. Und ich muss sagen, dass ich den Strand dort tausendmal schöner fand als Bondi Beach. Den feinen Sand unter den Füßen und den salzigen Wind in den Haaren, das war ein schönes Gefühl *seufz*.
Mein Fazit: Australien ist schon ziemlich cool, auch wenn ich nur einen winzigen Ausschnitt gesehen habe. Ich kann mir durchaus vorstellen, in Sydney zu leben. Salke, sieh zu!

MfG Katja

Verfasst von: Salke | 10. Mai 2009

Einöde, Überfall und Naturdenkmäler

5. Tag: 9:50 Uhr Abflug nach Alice Springs vom Domestic Airport aus, ausnahmsweise also mal früh aufstehen. Checkin verläuft problemlos wie immer, dann steigen wir auch schon in unsere bunte Qantasmaschine ein. Vielleicht sollten die bei Virgin Blue auch mal über sowas nachdenken, um ihre hässlichen Dreckskarren etwas attraktiver zu gestalten ;)

Bemalte Boeing 767

Bemalte Boeing 767

Dank niedriger Flughöhe sieht man ordentlich was am Boden -oder auch nicht- da ist ja nichts als Sand, Steine und Büsche. Ab und zu ein paar Bäume, eine staubige Piste und wenn man Glück hat ein Haus. Die Flussläufe sehen trotzdem sehr cool aus und ziehen sich wie ein grünes Band durch die Wüste.

Der Flughafen in Alice Springs ist winzig. Auch in Sydney läuft man gelegentlich übers Rollfeld zum Flugzeug oder Terminal, in Alice Springs geht es gar nicht anders. Der Flughafen besteht aus einer Lande/Start-Bahn und einem Gebäude, das sich Terminal nennt, aber in etwa die Größe von einer Sporthalle hat. Dafür sieht man aber auch die Hangars der Royal Flying Doctors mit ihren typischen runden Wellblechdächern, wie sie der ein oder andere vielleicht aus “Die fliegenden Ärzte” kennt ;)

Direkt am Flughafen holen wir unseren Mietwagen ab, wieder bei Thrifty (aus Perth bekannt). Zielsicher frage ich nach dem Weg zur Autovermietung, bemerke zu diesem Zeitpunkt aber nicht, dass ich mich 5m davon entfernt befinde. Naja… Das erste mal im Outback lächerlich gemacht, das ging schnell.

Unser Mitsubishi Outlander ist eine schnieke Karre, leider Automatik, aber zieht gut an, wenn man aufs Gaspedal drückt.

vrooooom vrooooooom

vrooooom vrooooooom

Die anfängliche Unsicherheit (so oft fahre ich ja nun nicht hier) verfliegt auf den ersten 10km vom Airport bis ASP sehr schnell und ich kann anfangen die Fahrt zu genießen. Katja instruiert sich derweil mit dem Kartenmaterial des Reiseführers und darf ab sofort den Navigator spielen. Eine einfache Aufgabe, wie sich schnell herausstellt.

Unser Hostel, Toddy’s Backpacker Resort, ist auf Anhieb gefunden, Einchecken verläuft wie geplant, erster Eindruck sehr positiv, um Klassen besser als das Jolly in Sydney. Besonders schön: Wir teilen uns Bad und Küche nur mit 2 anderen Mädels, ebenfalls aus Deutschland (wie überraschend), die nebenan schlafen.

Um den für morgen geplanten Trip zum Ayers Rock zu organisieren, decken wir uns erst mal mit Vorräten ein. Natürlich mit dem Auto, wozu hat man es denn. Schon auf der Fahrt zum Supermarkt durch die “Stadt” fallen uns die Aborigines auf oder das, was von ihnen übrig geblieben ist bei dem Versuch sich in die weiße, australische Gesellschaft zu integrieren. (Damit das nicht missverstanden wird: Das ist keine Bewertung durch uns, sondern eines der größten Probleme Australiens.) Auf dem Supermarktparkplatz grölt eine Abo-Mutter ihren Kindern hinterher und das zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Supermarkt. Mit diesen ersten Eindrücken kehren wir zunächst ins Hostel zurück, wo wir unsere beiden Zimmernachbarinnen kennenlernen. Im Laufe des Gesprächs erzählen sie uns, dass sie in der Nacht zuvor auf einem Campingplatz überfallen worden sind und ihr Campingvan demoliert wurde – von Aborigines. Das bestätigt die Eindrücke, die wir bisher hier bekommen haben. Dazu später noch mehr.

Den restlichen Tag verbringen wir damit die “Stadt” zu erkunden. Wir fahren auf den Anzac-Hill, der ein Kriegsdenkmal der australisch-neuseeländischen Allianz in verschiedenen Kriegen ist (ja, mal wieder ein Kriegsdenkmal…) Wichtiger für uns: Von hier hat man einen Überblick über die ganze “Stadt” und kann endgültig feststellen, dass ASP ein hässliches Drecksloch ist. :X Dennoch ist es faszinierend, dass in dieser rustikalen Landschaft aus rotem Stein und trockenem Gebüsch Menschen leben und auch bleiben. ASP ist aus einer Telegraphenstation hervorgegangen, die heute natürlich kein Mensch mehr braucht und trotzdem ist es die zweitgrößte Stadt des Northern Territory (und das mit 28k Einwohnern).

Schymitzungs auf dem Anzac Hill

Schymitzungs auf dem Anzac Hill

Neben dem Anzac Hill gibt es in ASP noch die Station des Royal Flying Doctor Service, ein Reptile Center und alte Hütten (Telegraphenstation inklusive) zu bewundern. Hat natürlich alles schon zu, aaaaber – auf unserer Minikarte aus dem Hostel entdecken wir den “Billy Goat Hill” und beschließen nachzusehen, ob man auch darauf ein Kriegsdenkmal errichtet hat… Hat man nicht, aber dafür gibt es hier jede Menge Scherben, Müll und riesige Grashüpfer. Naja… war keinen Blick wert.

Altes Autowrack, wie man die Beschriftung zu interpretieren hat, weiß ich nicht

Altes Autowrack, wie man die Beschriftung zu interpretieren hat, weiß ich nicht

Wir fahren zurück ins Hostel, unterhalten uns noch ein bisschen mit unseren Nachbarn und gehen dann in der hosteleigenen Bar noch etwas essen. Hier komme ich in den Genuss eines Kamelsteaks, was soll ich sagen, geil :D Das Highlight für Katja war die Barkatze, die auch ein gerngesehener Gast in der Küche zu sein scheint. Hmmm, lecker! Zu meinem Steak genehmige ich mir heute ein “Mercury”, australischer Cidre, sehr lecker und mal was anderes als Bier. Früh geht’s in die Heia, morgen wird um 4:15 Uhr aufgestanden, um früh loszukommen.

6. Tag: Goooood moooooorniiiiiiiiiing Aaaaaaliiiiicceeeee Sprriiiiiiings. Nicht um 4:15 Uhr. Die “Stadt” ist tot. Alle Vorräte schnell ins Auto packen und los geht’s. Radio an, um wachzuwerden. Nach 70km muss ich wach genug sein beschließt irgendwer, da dann sämtliche Radiosender verstummen und in grausames Rauschen übergehen. Radio aus. Dafür wird es aber langsam hell, wir halten, um uns den Sonnenaufgang im Outback anzusehen – und essen ein Sandwich.

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Tja, ich bin schon ne coole Sau :D

Tja, ich bin schon ne coole Sau :D

Ansonsten halten wir eigentlich nur zum Tanken – oder um ein Sandwich zu essen. Zum Schutz vor Fliegen erwerben wir auch noch 2 klassische Imkerhauben, sieht dämlich aus, hilft aber.

Antifliegenkatja

Antifliegenkatja

Was sieht man so unterwegs? Alle 30km ein anderes Auto (man grüßt hier jeden, der entgegenkommt, weil man sich drüber freut endlich mal wieder einen anderen Menschen zu sehen und um zu verhindern, dass die Hand einschläft am Lenkrad), Büsche, tote Kängurus, tote Kühe, tote keineahnungwasdasmalwar, Autoreifenbäume. Autoreifenbäume?! Nun ja, irgendwer fand es wohl witzig einen Baum mit alten Reifen zu dekorieren, die hier überall am Straßenrand rumliegen. Ansonsten gibt es abseits der Straße ab und zu ein Autowrack zu bestaunen und jemand hat mit Steinen ein Smileygesicht an einen Hang gelegt.

Dann taucht er vor uns auf – der Ayers Rock… oder auch nicht. Wie ich schon früh vermute und Katja später beweisen kann, ist es eben NICHT der Ayers Rock (falsche Form, falsche Position), sondern Mt. Conner, egal, Bild gibt es trotzdem. Auf diesen Berg hinaufzukommen ist nahezu unmöglich, da er sich in Privatbesitz befindet und nur mit Überwindung von Steilwänden zu erklimmen ist.

Mt. Conner

Mt. Conner

Aber dann sind wir wirklich da, am Eingang des Uluru-Kata Tjuta National Park. 25$ kostet der Pass pro Person, der dafür aber auch für 3 Tage gültig ist. Dummerweise steht schon am Eingang ein Schild, das sehr unmissverständlich klarmacht, dass der “Climb”, also der Aufstieg zum Rock, heute nicht erlaubt ist, weil es zu windig ist. Mist! Trotzdem ist die Fahrt dorthin toll, der immer größer werdende rote Riese sieht schon sehr beeindruckend aus. Auf dem staubigen Parkplatz packen wir unsere Rucksäcke und laufen ein bisschen drum herum.

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Katja vorm Rock

Katja vorm Rock

Als wir an einer Weggabelung ankommen, wirft Katja zufällig nochmal einen Blick zurück zum Parkplatz, wo auch der Climb beginnt, und sieht, dass Leute den Aufstieg begonnen haben, der Climb ist wieder offen! YEAH! Ich explodiere vor Begeisterung, Katja schmollt, weil sie lieber drum rum laufen möchte als hoch. Trotzdem beginnen wir zusammen den Aufstieg, trennen uns aber recht schnell. Der Weg ist wahnsinnig steil und auch etwas rutschig, Katja hat Angst und bleibt unten.

Gott sei Dank ist es nicht so heiß heute, das macht den Aufstieg etwas leichter. Der hat es trotzdem in sich, die blöde Kette ist viel zu tief angebracht und dadurch keine wirkliche Hilfe. Es ist einfach sausteil und ich leg ein paar Päuschen ein, zum einen, um zu trinken, zum anderen, um die Aussicht von hier zu genießen, weil man den Parkplatz noch sehen kann und die Autos schon winzig werden.

Aufstieg Ayers Rock

Aufstieg Ayers Rock

Nachdem die Strecke mit der Kette zurückgelegt ist, landet man auf einer Art Plateau. Hier dokumentiert gerade ein Familienvater mit der Videocam seinen Urlaub. Ungünstigerweise denke ich, dass er mit mir redet und beginne ein Gespräch mit ihm. Irgendwann fällt mir dann auf, dass er nicht mit mir, sondern mit seiner Videocam redet, peinlich. Dafür blöke ich jetzt in seinen Urlaubserinnerungen rum, lustig :D .

Ich gehe schnell weiter und versuche das gerade erlebte zu vergessen. Es geht hoch und runter über den Sandstein, aber doch mehr hoch als runter. Irgendwann bin ich dann oben und genieße den weiten Blick – den weiten Blick ins Nichts… Naja, man sieht die Olgas, Mt. Conner und diverse andere Berge in der Ferne. Aber davor ist einfach nichts, nur Einöde. Ich finde das zwar faszinierend, aber ich glaube man findet es dann auch relativ schnell sehr langweilig. Dennoch: Poserpicturetime!

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Jack auf dem Rock

Jack auf dem Rock

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Der Abstieg verläuft recht schnell und ich überhole dabei zahlreiche andere Leute, die sich an der Kette festklammern, während ich freihändig vorbeihüpfe. Runterrennen sollte man vielleicht trotzdem nicht, man rutscht auch so genug.

Nach kurzer Erholungspause im Auto fahren wir dann gemeinsam kurz zum Cultural Center um eine kleine Pinkelpause einzulegen. Auf den Toiletten gucke ich mich spaßeshalber mal ein bisschen nach Spinnen um und entdecke beim Pinkeln nur 30cm von meinem Kopf entfernt tatsächlich eine Redbackspider.

Nach unserem Stop ziehen wir weiter Richtung Olgas, eine Sandsteinformation, die aus buckeligen Hügeln besteht und ebenfalls ein Heiligtum der Aborigines darstellt. Hochklettern ist hier wirklich komplett untersagt, man darf aber dazwischen rumlaufen.

Ein paar der Olgas

Ein paar der Olgas

Katja zwischen 2 der Olgas

Katja zwischen 2 der Olgas

Leider hat es sich inzwischen etwas zugezogen, andererseits ist das eher eine Seltenheit am hier. Für einen anständigen Sonnenuntergang ist das natürlich nichts, die armen Leute, die gerade mit dem “Uluru Sunset Tours”-Bus ankommen. :D Auch ohne Sonnenuntergang finden wir die Olgas und den Rock toll und fahren nach einem kurzen Tankabstecher in Yulara zurück nach Alice Springs. Damit ich nicht einschlafe singt Katja unterwegs was ihr gerade einfällt, wer Katja schon mal singen gehört hat, der weiß, was das für eine wirkungsvolle Waffe gegen Schlaf ist.

Kurz vor Alice Springs plötzlich Warnblinkanlage am rechten Straßenrand. Wie es sich gehört, halten wir, um nachzusehen, ob da jemand Hilfe braucht. Sofort stürmen aber 2 Aboriginefrauen auf unser Auto zu und klopfen an die Scheibe. Ich taste wie blöd an der Fahrertür rum auf der Suche nach dem Knopf, der alle Türen absperrt, erwische aber nur den Fensteröffner von Katja und lasse ihr Fenster runter. Die Geschichte, die man uns erzählt ist kurzgefasst folgende: Die Herrschaften haben soeben Alice Springs verlassen und reisen mit 2 kleinen Jungs und haben jetzt keinen Spritt mehr. Aber siiiicheeer, achtet man ja auch nicht drauf, wenn man aus Alice Springs fährt… Wir versuchen mitzuteilen, dass wir zurück nach Alice Springs fahren und dort die Polizei verständigen werden, damit diese helfen, da wir nicht mehr tun können. Nach der Geschichte von den beiden Mädels beschließe ich dann kurzerhand, dass wir uns genug unterhalten haben und trete aufs Gaspedal. Wie versprochen verständigen wir zurück in ASP in der Bar neben Toddys dann jemanden. Allerdings sieht man auch hier gleich Stirnrunzeln als Katja sagt, dass es Aborigines waren. Es ist schlimm, dass man automatisch etwas böses denkt, aber scheinbar gibt es genügend Anlass dazu.

Unsere letzten gemeinsamen Tage nach dem Rückflug verbringen wir privat unter Ausschluss der Öffentlichkeit zusammen in Wollongong und werden hier nicht dokumentiert werden :)

Verfasst von: Salke | 09. Mai 2009

Von der Metropole in die Pampa

0. Tag: Anreise in der Nacht zum Flughafen: Ich versuche im Zug zu schlafen, geht aber nicht, zu laut. Am Flughafen in Sydney bin ich immerhin nicht alleine, andere Reisende gesellen sich zu mir und schlafen auf den Sitzen. Katja kommt um 5:10 Uhr (nach Plan), das wird eine tolle Nacht. Die Sitze haben alle Armlehnen, so dass man sich auch ja nicht ganz darauf legen kann. Aus meinen 2 Rucksäcken, meiner Jacke und mir selbst bastel ich mir ein Bett und döse bis es halb 5 ist, dann geh ich mir die Zähne putzen und warte darauf, dass Katja endlich landet. Gegen 5:20 Uhr schafft die Dame es auch endlich mal australischen Boden unter die Räder zu bekommen. Dann allerdings vergisst irgendein Trottel die Ausstiegstreppe ans Flugzeug zu fahren – nochmal 5 Minuten Verspätung. Davon kriege ich ja noch nichts mit, ich warte nur ungeduldigst in der Empfangshalle. Dann endlich kommt mein Schatz um die Ecke. Drücken, Knutschen, Flughafenwillkommensszene deluxe!

Tag 1: Mit Katja im Gepäck machen wir uns auf zum Jolly Swagman Hostel, unsere Absteige für die nächsten 4 Nächte. Weil wir so früh sind, ist unser Zimmer natürlich noch nicht fertig, aber wir dürfen duschen. Mit unseren Taschen und Koffern verbauen wir den ganzen Flur und erfrischen uns erst mal. Das vertreibt auch die Müdigkeit und wir beschließen den ganzen Kram in ein Schließfach zu stecken und schon mal Opernhaus, Harbourbridge und Royal Botanic Gardens auszuchecken. Katja findet alles was Flattern kann ganz toll und fragt tausend Sachen, die ich alle nicht beantworten kann.

Katja und das Opernhaus

Katja und das Opernhaus

Zurück im Hostel wird dann doch erst mal geschlafen, von 11 bis 16 Uhr… :X Dann begeben wir uns zum Circular Quay, um eine kleine Hafenrundfahrt zu machen mit einer der vielen Fähren. Auf der Fähre beginnt eine Diskussion, ob wir es rechtzeitig zum Sonnenuntergang zurück zum Cremorne Point schaffen werden. Ich verschätze mich um knappe 1.5 Stündchen, so dass wir GANZ KNAPP das letzte Tageslicht verpassen :X Zur Strafe renne ich auf der Suche nach einem schönen Aussichtspunkt auf die Skyline in ein Spinnennetz. Das nächtliche Skylinepflichtbild gibt es trotzdem!

Die Skyline

Die Skyline

Tag 2: Nach einer kurzen Schlafperiode von 20 Uhr bis 14 Uhr am darauffolgenden Tag (Jetlag ole?!), machen wir uns auf den Weg zum Sydney Wildlife Center, damit Katja auch mal ein Känguru und einen Koala sieht. Besonders toll sind aber die vielen Vögel und Schmetterlinge, für die harten auch die Spinnen.

Koala

Koala

Katja und Koala

Katja und Koala

Kängu

Kängu

Papagei

Papagei

Tag 3: Rammschkaufrausch in den Paddy’s Markets. Auf der Jagd nach Souvenirs pirscht Rammschjägermeisterin Katja S. zwischen 1000 Ständen umher, auf der Suche nach dem einen, dem meisterlichen, dem gottgegebenen Souvenir! (ja Sally, da hat sie etwas für dich gekauft) Ich nehme es gelassen, ich bin eh schon wieder high von meinem großen “Slurpee” (ist wie Squishie oder Slushie oder … halt das Zeug, was die Apus verkaufen in den 24h Supermärkten, Eisgetränk mit superkünstlichem Geschmack)

Nach der erschöpfenden Jagd begeben wir uns in den Food Court wo Katja begeistert über einen Sushistand herfällt. Sie befindet: “Dieses Sushi ist kein Fushi”, es ist viiiieeel besser als in Deutschland, weil mehr Fisch und weniger Reis und so… Ich dagegen teste eine weitere australische Fastfood-Kette: Oporto, nicht schlecht, aber zu teuer und dafür wiederum nicht gut genug. (Bei anderer Gelegenheit haben wir noch KFC sondiert – und für beschissen befunden!)

Eigentlich ist jetzt ein Abstecher zu den Fishmarkets geplant, aber plötzlich stehen wir vor den Chinese Gardens und gucken lieber die an. Vor allem deshalb, weil ich den Weg zum Fischmarkt verplane. In den Gardens sehe ich die größten Spinnennetze überhaupt, eine Golden Orb hängt in einem Radnetz von locker 1m Durchmesser, sehr cool. Aber auch sonst bieten die Gardens einen schönen Anblick, auch wenn der Wasserfall natürlich künstlich ist.

Chinese Gardens

Chinese Gardens

Um den Daytripper noch ein wenig auszunutzen, beschließen wir noch eine Hafenrundfahrt zu machen. Ich suche die erstbeste Fähre aus ohne nachzugucken, wo die eigentlich so hinfährt. Nach 1.5h und der ständigen Angst, dass wir nie wieder zum Circular Quay zurück gebracht werden, steigen wir schließlich doch dort wieder aus. Die Fähre hat mir 1.5h meines Lebens geklaut in denen ich nichts als seltsame Wohngebiete Sydneys im Dunkeln gesehen habe… Dafür testen wir jetzt noch KFC und finden es zum Kotzen. Scheint auch die einzige Fastfoodkette zu sein, die meint Kartoffelbrei servieren zu müssen. Vor dem Laden gibt es aber diesen schönen Brunnen im Dunkeln zu bewundern:

Er wechselt auch die Farbe

Er wechselt auch die Farbe

Tag 4: Eigentlich wollte ich ja schon am ersten Tag bei schönem Wetter auf den Sydney Tower, aber Madame hat natürlich alle Planungen über den Haufen geworfen, nun machen wir es halt bei Wolken am letzten Tag, absolut logisch… Der Mist hat ~20 Dollar gekostet, dafür dass man das Observationdeck betreten darf und hinterher tolle 3D-Filmchen und einen Film mit beweglichen Sitzen, die möglichst unsynchron zum Film den Körper hin und her schleudern, sehen darf. Preis-Leistungsverhältnis: negativ :(

Vorher besichtigen wir aber St. Mary’s Cathedral, Katja verbrennt überraschenderweise nicht beim Betreten des Gotteshauses, findet es sogar ganz hübsch, möchte aber schnell gehen, als überraschenderweise ein Ostergottesdienst beginnt.

Im Queen Victoria Building (ein grooooßes Shoppingcenter) gibts Fressalien aller Art für uns, Smoothie für Katja, BBQ Ente für Salke. Danach Slurpeeeeee für Salke, Donuts für Salke, Frühlingsrolle für Salke… :X Das dumme Shoppingcenter ist so groß, dass wir es schaffen uns darin zu verlaufen und erst draußen wieder wissen, wo wir sind. Mittlerweile hat es sich bewölkt und es beginnt zu regnen. Erst leicht, dann mit allen Schleusen geöffnet. Ein Wolkenbruch sorgt dafür, dass wir zurück zum Hostel fahren und uns auf die Reise nach Alice Springs vorbereiten.

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